Ein Provisorium für rund zehn Jahre auf inhomogenem Baugrund: Unter dem neuen Schul- und Betreuungsgebäude am Zollikerberg liegt Hanglehm, stellenweise bis in fünf Meter Tiefe nicht tragfähig. Gegründet wurde auf 160 Schraubfundamenten der neuen Krinner Vi-Serie. Ihre Länge liess sich an die unterschiedlichen Verhältnisse im Untergrund anpassen.
Der Boden am Zollikerberg ist inhomogen. Die nötige Fundamentlänge war deshalb nicht über die ganze Baufläche gleich. Bei der Vi Serie lässt sie sich über einzelne Elemente anpassen: Auf das führende Element mit dem Erdgewinde folgen Verlängerungen. In Zollikerberg kamen zwei und drei Meter lange Verlängerungen zum Einsatz, insgesamt erreichten die Fundamente Längen bis sechs Meter. Mit den längeren Elementen waren weniger Verbindungen zwischen den einzelnen Verlängerungen nötig.
Drei-Meter-Verlängerungen können nicht mehr von Hand angehoben werden. Trotzdem musste von den 160 Fundamenten nur eines auf die richtige Höhe abgeschnitten werden. Alle übrigen konnten mit dem neuen Digga-Eindrehgerät direkt auf die richtige Höhe eingedreht werden.
Ein Vi 140 trägt rund 270 kN, die V 140 rund 200 kN. Weil ein einzelnes Fundament damit mehr Last aufnehmen kann, sind weniger Fundamente nötig. Bei der Vi Serie entfällt zudem das Umformen der Achteck-Verbindung, das bei der V Serie nötig ist. In Zollikerberg kamen Fundamente und Stahlträger roh zum Einsatz – eine Ausführung, die laut David Kaltenrieder, Länderverantwortlicher Schweiz bei z-part, zur vorgesehenen Nutzungsdauer des Provisoriums passt.
Die 160 Fundamente wurden mit zwei Eindrehgeräten parallel gesetzt. Ihre Positionen waren zuvor in georeferenzierten Plänen von z-plan festgelegt worden; diese dienten dem satellitenunterstützten Abstecken und Einmessen auf der Baustelle. Eingedreht wurden die Fundamente mit dem KRP-Digga-System, einem hydraulischen Baggeranbaugerät. Entscheidend war dabei nicht nur die Position, sondern auch die Höhe: Trotz des inhomogenen Baugrunds musste von den 160 Fundamenten nur eines nachträglich auf die richtige Höhe abgeschnitten werden. Alle übrigen konnten mit dem neuen Digga-Gerät direkt auf die richtige Höhe eingedreht werden.







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