Der eine ein z-part-Urgestein, das trotz Pensionierung bei uns bleibt. Der andere ein weitgereister Ingenieur, der vom Biohof bis zum Südpol schon einiges gesehen hat. Ruedi Weber (direkt zum Artikel) und Thomas Schenk (direkt zum Artikel) stehen für zwei ganz unterschiedliche Wege, die aber beide zu z-part führen.
Wer bei «pensioniert» an «fertig» denkt, kennt Ruedi Weber nicht. Seit Juli 2011 ist Ruedi Weber Teil der z-part-Familie (damals Krinner Schweiz) und somit einer der ältesten Weggefährten von Geschäftsführer Dominik Züger: «Ruedi; Der Mann, der mit seiner unterstützenden Art sowohl bei neuen Mitarbeitenden als auch bei Neukunden quasi als Pate half, und so dazu beitrug dass deren Lernkurven steil verlaufen sind.»
Ruedi, der Mann, über 15 Jahre seines Lebens dem innovativen und nachhaltigen Bauen in der Schweiz widmete erinnert sich mit einem schmunzeln an die Anfänge: Als ich kam, hatte Dominik zwei Maschinen. An denen haben wir rumgeschraubt, ausprobiert und Prototypen gebaut.» sagt er lachend und betont dabei, dass definitiv nicht jeder Prototyp ein «Hit» gewesen sei.
Am stärksten verändert habe sich in den vielen Jahren aber nicht die Technik, sondern die Erfassung aller Daten. Früher Papier, heute ist jede Schraube digital dokumentiert. Ob ihn das als Mann des Machens und Tüftelns nicht manchmal gestört habe?
«Ich fand das ehrlich gesagt eher spannend. Die Firma hat sich weiterentwickelt und professionalisiert, und ich konnte mitreden, wie eine ausführlichere Dokumentation draussen auf dem Feld effektiv umgesetzt werden konnte und sollte.»
Am meisten geblieben ist ihm ein Strohhaus im Aargau. Ein historisches Gebäude am Hang, Stroh mit Lehm, jede Schraube auf einem anderen Niveau. «Die Fundamenttypen, die man heute dafür nehmen würde, gab es damals noch nicht. Also wurde improvisiert.»
Und auch Dominik Züger erinnert sich: «Die schönsten Situationen sind die, wo neben der bodenständigen Bauernschläue auch Ruedis Schalk und sein feiner Humor aufblitzen».
Ein Beispiel gefällig: Für zwei, drei Schrauben in einem Innenhof wurde einmal ein Bagger über Gerüst und Haus gehoben. Man habe damals gesehen, dass so ein Bagger auch fliegen könne, erzählt Ruedi.
«Bei unserer ersten Pensionierung im Unternehmen haben wir gleich das grosse Glück, den beidseitigen Idealfall zu erreichen: weitermachen können, ohne zu müssen.»
Dominik Züger
Seit Juni 2026 ist er pensioniert, die erste Pensionierung in der Geschichte des Unternehmens. Aufgehört hat er aber nicht. «Ich arbeite weiter, weil mir die Arbeit sehr gut gefällt», sagt er, «ich habe gerne den Kontakt mit den Kunden.» Ein wenig werde das Pensum aber schon reduziert, so Züger: «Wir freuen uns sehr, dass Ruedi zwar mehr Zeit für die Grosskinder hat, aber weiterhin bei uns werken will».
Wie Ruedi selber sagt, ist er froh, dass jetzt noch nicht Schluss ist. Er habe so vieles in den letzten Jahrzehnten gelernt, dass er noch weitergeben will. Deshalb unterstützt er weiterhin Monteure, schult die Kundschaft oder Partner.
Nebst einem vermeintlichen Abgang, hat die z-part Gruppe aber auch einen weiteren Neuzugang zu verkünden: Thomas Schenk ist seit diesem Sommer neuer Team Lead Engineering und auch für ihn hat Ruedi ein paar wohlwollende Tipps zum Start:
«Das Allerwichtigste ist, dass man sich integriert und vor allem zuhört. Mit den Monteuren sprechen, verstehen wo Probleme liegen und Vertrauen aufbauen. Technik und Projekte kommen danach.»
Am Wochenende trifft man unser neuestes Teammitglied selten zu Hause an. Thomas ist Tourenleiter beim SAC und führt mehrmals im Jahr Gruppen auf mehrtägige Hochtouren. In der eigenen Werkstatt hat er zuletzt einen VW-Bus zum Camper ausgebaut. Kolleginnen und Kollegen würden ihn vermutlich kommunikativ, bodenständig und strukturiert nennen.
Er sei jemand, der sich nicht zu schade ist, die Finger dreckig zu machen.
Auf einem Bio-Bauernhof in Madiswil (BE) aufgewachsen, lernte Thomas zuerst Baumaschinenmechaniker und studierte danach Maschinenbau. Die darauffolgenden Jahre scheinen exemplarisch für ihn zu sein: Nach fünf Jahren in der Schweiz und Norwegen als Maschineningenieur im Tunnelbau verschlug es ihn weit weg. Nicht so ‘’Berlin-weit-weg’’. Auch nicht ‘’Kapstadt-weit-weg’’. So Süd-Pol-mässig-weit-weg. Also halt wortwörtlich in die Antarktis (anmerkung der Red.: Ich musste auch schnell schauen, ob das oben oder unten ist. Ist Unten.)
Nachdem er sich also in Europäischen Tunneln herum schlug, übernahm Thomas für ein Jahr lang die Technische Leitung der Antarktis-Station Neumayer III und konnte danach auch noch ein paar Monate Grönländische Luft schnuppern.
Nach all den Abenteuern übernimmst du nun also den Team Lead Engineering der z-part group, wie kommt es dazu?
Thomas Schenk:
Nach den Jahren in extremen Umgebungen in der Antarktis und Arktis wollte ich mich langfristig ausrichten, Verantwortung für ein Team übernehmen und in einem Fachgebiet arbeiten, das technisch anspruchsvoll und gleichzeitig konkret sichtbar ist.
Bei z-part hat mich gereizt, dass ich als Teil der Geschäftsleitung Engineering, Projekte und Innovation über drei Länder hinweg mitgestalten kann. Nicht nur verwalten, sondern etwas bewegen. Zudem haben mich die Kultur und die Grundsätze hier überzeugt: kurze Wege, viel Eigenverantwortung sowie flache Hierarchien auf Augenhöhe- hier kann ich wachsen.
Jetzt hast du doch schon einige Wochen als Teil von z-part erlebt, was hat dich dabei am meisten überrascht?
Thomas Schenk:
Wie schnell hier Projekte umgesetzt werden. Ich bin Projekte mit einem Zeithorizont von mehreren Jahren gewohnt, hier muss alles schneller und effizienter laufen und die Marge für Fehler ist kleiner.
Und was ist denn genau deine Aufgabe?
Thomas Schenk:
Meine Funktion lässt sich in drei Bereiche aufteilen:
Engineering, Projekte und Innovation.
Einmal die fachliche und personelle Führung des Ingenieurteams,
dann die Begleitung ausgewählter Einzelprojekte
und drittens die Weiterentwicklung unserer Produkte und Marktposition, etwa bei neuen Prozessen oder der Vi-Serie. Ein normaler Arbeitstag ist entsprechend ein Mix aus technischer Detailarbeit, Teamführung und strategischen Themen auf GL-Ebene.
Wo siehst du die grössten Herausforderungen für dich und die z-part group?
Thomas Schenk:
Der Spagat zwischen drei verschiedenen Regelwerken unserer Märkte (CH, DE, AT) und dem Anspruch, trotzdem ein einheitliches, wirtschaftliches Produkt anzubieten. Dazu kommt: Man baut gegen eine jahrzehntealte Betonfundamenttradition an: Das braucht nicht nur gute Technik, sondern auch Überzeugungsarbeit.
Was reizt dich denn am Produkt Schruabfudnament?
Thomas Schenk:
Die schier unermesslichen Einsatzmöglichkeiten. Zudem die Verbindung von einem vermeintlich einfachen Prinzip (eine Schraube in den Boden drehen) mit geotechnischer Komplexität: jeder Baugrund tickt anders. Und dass die Lösung ressourcenschonender und reversibler ist als Beton, denn das passt zu meinem Wurzeln als Bio-Bauernsohn, dass Ingenieurarbeit auch ökologisch Sinn machen soll.
In diesem Gespräch erfahren Sie, wie wir Sie mit unseren Lösungen optimal bei Ihrem Bauvorhaben unterstützen können.